Scheffold: Mit dem Krankenhausbauprogramm 2026 setzt das Land ein positives Zeichen in schwierigen Zeiten
„Mit dem Bauprogramm 2026 unterstreicht das Land erneut, dass es seine Verantwortung für die Krankenhäuser ernst nimmt. Der Beschluss, 248 Millionen Euro für verschiedene Einzelprojekte zur Verfügung zu stellen, ist ein klares und positives Signal an die Kliniken in schwierigen Zeiten“, begrüßt der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Heiner Scheffold, den heutigen Beschluss des Ministerrats. Sehr zu begrüßen sei, dass Baden-Württemberg bei der Investitionsförderung mehr tue als andere Bundesländer und zusätzlich zum Bauprogramm auch die Pauschalförderung im Doppelhaushalt 2025/2026 aufgestockt habe. Unter dem Strich stelle das Land damit knapp 570 Mio. Euro für Krankenhausinvestitionen bereit. Weil der Investitionsbedarf bei etwa 820 Mio. Euro liegt, sei es dringend nötig, dass die neue Landesregierung die Fördermittel weiter deutlich erhöhe, um die gesetzlich verankerte vollständige Investitionsfinanzierung sicherzustellen.
„Das Bauprogramm unterstützt wieder wichtige Vorhaben, die den Wandel der baden-württembergischen Klinikstrukturen weiter voranbringen“, so der BWKG-Vorstandsvorsitzende.
„Der Strukturwandel im Land ist bereits weit fortgeschritten und Baden-Württemberg hat im Bundesvergleich die wenigsten Betten und die geringsten Kosten pro Einwohner. Alarmierend ist, dass trotzdem rund 70 % der Kliniken im Land für 2026 rote Zahlen schreiben“, so Scheffold mit Verweis auf den aktuellen BWKG-Indikator weiter. Nach wie vor blieben die vorbildlichen Strukturen im Land bei der Finanzierung unberücksichtigt. Hier müsse das Land weiter Druck auf den Bundesgesetzgeber ausüben und schnelle Änderungen fordern.
Zum Strukturwandel der baden-württembergischen Krankenhauslandschaft stellt die BWKG eine eigene Homepage zur Verfügung: www.krankenhausstrukturwandel-bw.de